Herren des Verderbenstores

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Das Haus der Ulunnors

 

Das Haus Ulunnor ist ein alteingesessenes Adelsgeschlecht aus Nagarythe, welcher schon vor der Zeit der Abspaltung für hervorragende Seeleute und unerschrockene Kämpfer berühmt war. Die Domäne der Ulunnors befand sich nordwestlich von Anlec, und schon immer bestanden gute Beziehungen zum Hause des Aenarion.

Im Zeitalter der Entdeckungen diente Arveldir Ulannor lange in der alten Welt in den Armeen von Nagarythe. Niemand in der gesamten Flotte konnte es mit der Geschwindigkeit und Wendigkeit der von ihm konstruierten und kommandierten Schiffe aufnehmen, und viele Heldentaten machten sein Haus reich und berühmt in Athel Toralien und Ulthuan. Als stolzer Hochgeborener von Nagarythe unterstützte er natürlich den Herrschaftsanspruch von Malekith auf den Phönixthron und griff im Bruderkrieg auf dessen Seiten in den Krieg ein.

Trotz der vielen herausragenden Taten der Krieger des Hauses Ulunnor konnte jedoch auch der Bruderkrieg nicht entscheidend beinflußt werden. Nach der Niederlage auf der Ebene von Maledor und der Zerstörung ihres Heimatlandes waren es Schiffe des Hauses Ulunnor, welches Morathi und Malekith in das Frostland nach Naggaroth brachten.

Als Clar Karond in der Funktion des neuen Haupthafens und Flottenstützpunktes gegründet wurde, übertrug Malekith höchstpersönlich Arodon Ulunnor der Befehl über die neue Stadt und besonders die Werften, den wichtig war das Wissen der Ulunnors für die Dunkle Flotte. Diese Position ließ die Ulunnors zu einer der einflußreichsten Familien Naggaroths aufsteigen. Dies ruft natürlich viele Neider und Feinde auf den Plan, da jedoch die felsenfeste Loyalität zum Hexenkönig unbestritten ist, waren die Ulunnors bislang über jede Intrige und Anfeindung erhaben.

Es ergab sich, daß eine von Arodon geführte Expedition in die Finsteren Wälder von zwei großen Hydren angegriffen wurde. Aber als Arodon in den schrecklichen Kampf eingriff, waren die Bestien verwirrt und ließen sich schließlich mit einiger Anstrengung dem Willen Arodons unterwerfen. Schon immer hat Arodon ein großes Gespür im Umgang mit den Bestien Naggaroths gehabt, aber eine Bändigung von Hydren war bislang noch nie geschehen und rief große Verwunderung in Clar Karond hervor. Die Hydren wurden gefügige Wächter seines Palastes.

Angespornt durch diesen Erfolg durchstreifte Arodon die Wälder und konnte noch viele weitere Monster nur nur seinen eisernen Willen, seinen stahlharten Blick und seine schneidende Stimme zähmen. Das immens wichtige Verderbenstor wird seitdem immer von 9 Hydren geschützt und bewacht, welche sich nur dem Oberhaupt des Hauses Ulunnor beugen. Jeder, der es zur schnellen Passage nach Naggarond oder Hag Graef durchfahren will, muß hohe Wegzölle bezahlen oder sein Schiff wird von den Hydren zerrissen. Da der Weg durch das Unterweltmeer zur wichtigsten Handelsroute Naggaroths geworden ist, kann es wohl nur der Hexenkönig selber an Reichtum mit den Ulunnors aufnehmen. Natürlich vergißt man in Clar Karond nie, einen großen Teil der Gewinne an Malekith und Morathi selber zu übergeben, um die eigene einflußreiche Position zu sichern.

Seit den Tagen Arodons hat jeder Lord der Ulunnors eine besondere Affinität zur Zähmung der Monster Naggaroths und der umgebenden tobenden Meere besessen, welche auch mit satten Gewinnen an anderen Heeerführer verkauft werden, um deren Armeen zu verstärken. So finden sich in Verliesen der Ulunnors viele mächtige Bestien wie Manticore, Hydren und sogar Drachen, erzählt man in Clar Karond hinter vorgehaltener Hand. Zudem wird gemunkelt, daß die Fähigkeit über Miniel in die Blutlinie einfloß, die Mutter Arveldirs, eine Prinzessin aus dem Hause Caledors des Drachenbändigers in Caledor. Auch Rakarth der Bestienmeister aus Karond Kar, welcher wohl wie kein zweiter Druchii alle Bestien Naggaroths bezwingen kann, stammt mütterlicherseits aus dem Hause Ulunnor. Rakarth ist ein Vetter des heutigen Oberhauptes des Geschlechtes, Agaron Ulunnor.

Das Haus Ulunnor unterhält eine stattliche Flotte und eine große Armee. In allen bedeutenden Schlachten und auf den großen Beutezügen in die Alte Welt sind große Kontigente ihrer Truppen immer in vorderster Front zu finden, ist die Gier nach noch mehr Sklaven und Reichtum doch unersättlich. Und berüchtigt ist ihre Kampfkraft und Grausamkeit. Aber wenn die Edlen Ulunnors selber in die Schlacht eingreifen, dann ist auch der Hexenkönig nicht weit und der Sieg gewiß. Die Ulunnors werden nicht eher ruhen, bis sie als Heerführer und Admiral die ganze Welt für die Druchii und den Hexenkönig unterjocht haben.

 

 

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