Legendäre Söldner

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Gotrek & Felix

 

„Schickt diese zu groß geratene Eidechse hier rüber!“ brüllte eine Stimme, die ich direkt erkannte “Ich habe noch nicht gefrühstückt“ „Das ist Gotrek Gurnisson“, sagte einer der Kanoniere auf dem Hügel. „Er hat sie nicht mehr alle. Ich habe selber gesehen, wie er letzte Nacht eine ganzes Bierfaß alleine leer soff“ Schon bald sah ich, wie der in Raserei verfallene Zwerg sich mit seiner Axt eine Bahn der Verwüstung durch die Orkhorde schnitt.“
Auszug aus „Meine Reisen mit Gotrek“ von Felix Jaegar, über die Schlacht um Talabheim

 

Gotrek Gurnisson und Felix Jaegar ziehen durch die ganze Welt und darüber hinaus und sind berühmt für ihre Abenteurer. Gotrek Gurnisson ist ein berühmter und überaus mächtiger Dämonenslayer, der auf der Suche nach einem glorreichen Tod, zusammen mit dem Menschen Felix Jaegar, durch die Alte Welt streift. Zugleich ist er wohl auch der erfolgloseste Slayer aller Zeiten, denn obwohl er unzählige mächtige Kreaturen von den Düsterlanden bis hinauf ins Reich des Chaos erschlagen hat, ist ihm der Tod durch die Hand eines mächtigen Gegners bislang verwehrt geblieben.

Über Gotrek Gurnisson ist nicht sonderlich viel bekannt, bevor er ein Slayer wurde und Felix Jaegar traf und sie beide als Gotrek und Felix bekannt wurden. Einst fand er, viele Jahre bevor er mit Felix nach Karag Dum reiste, bei einer früheren Expedition in den Chaoswüsten eine Axt aus Meteoreisen, die sogenannte Axt des Runenmeisters von Karag Dum, die seine erstaunlichen Kampffertigkeiten noch enorm steigerte.

Bei einer legendären Schlacht einer weit unterlegenen Zwergenstreitmacht bei der Grottenfestung Karak Varns gegen um ein Vielfaches überlegene Orks, Goblins und Tiermenschen traf der berühmt-berüchtigte Slayer aller Zeiten auf Braumeister Josef Bugman und den Weißen Zwerg, Grombrindal. Gemeinsam wendeten die drei legendären Helden des Immerwährenden Reiches eine aussichtslose Situation zu Gunsten der Dawi und retteten die Grottenfestung.

Felix Jaegar war der Sohn einer reichen und einflußreichen Kaufmannsfamilie in Altdorf. Als Student an der dortigen Universität fiel er allerdings weniger durch Lerneifer als durch die Teilnahme an Trinkgelagen, waghalsige Streiche, die Beteiligung an Duellen und generell als Unruhestifter auf. Als er in einem Duell einen Kontrahenten tötete, wurde er von der Universität verwiesen. Daraufhin wurde er von seiner Familie verstoßen.

In der Folgezeit versuchte Felix Jaegar sich als Dichter und betätigte sich als politischer Agitator. Seine Verwicklung in den Fenstersteueraufstand führte dazu, daß er sich der geballten gepanzerten Macht der Reichsgarde gegenüber sah. Seine tapfere Gegenwehr gegen die Ritter beeindruckte den Slayer Gotrek Gurnisson, der in Erwartung eines ruhmreichen Todes an seiner Seite in den aussichtslosen Kampf eingriff und Felix so davor bewahrte, einfach niedergeritten zu werden.

Während des folgenden Besäufnisses in einer Altdorfer Taverne schwor Felix Jaegar dem Zwerg, ihn auf seiner Suche nach einem ehrenhaften Tod zu begleiten, und sein Ende in einer epischen Ballade aufzuzeichnen. Obwohl er seinen unüberlegt geleisteten Eid seither schon oft bereut hat, ist er doch treu an der Seite seines zwergischen Gefährten geblieben, und hat diesen an einige der gefährlichsten Orte der Welt begleitet: vom Großen Wald über die gesetzlosen Gegenden der Grenzgrafschaften und durch die Tiefen unter Karak Achtgipfel bis in die Chaoswüsten, ins belagerte Praag, nach Sylvania und selbst nach Albion.

Im Verlauf seiner Abenteuer mit Gotrek entwickelte sich Felix Jaegar - gezwungener Maßen - zu einem formidablen Kämpfer. Sie kämpften in den Grenz-grafschaften gegen Wolfsreiter, wobei Gotrek ein Auge verlor. Unter Karak Achtgipfel fochten sie gegen Orks und einen mächtigen Chaostroll, wobei Felix ein magisches Schwert fand, welches zwar allgemein als die schnelle Bronzeklinge bekannt ist, von dem jedoch gemunkelt wird, das es sich um das legendäre, als verschollen geltende Schwert Kharagul handelt, den Drachentöter.

In Nuln decken sie verdeckte Operationen der Skaven unter dem Grauen Propheten Thanquol auf, sie bereisten die Chaoswüste in einem Luftschiff des Meistermaschinisten Malakai Makaissons. Dort, in der verlorenen Zwergenfeste Karag Dum bannte Gotrek einen monströsen Blutdämon. Begleitet wurden sie seither von ihren Gefährten, dem menschlichen Zauberer Maximilian Schreiber, den Slayern Malakai Makaisson, Snorri Nasenbeißer, Björni Björnisson und Ulli Ullison. Felix erschlug bei der Reise nach Kislev einen vom Chaos korrumpierten Drachen, Skjalandir.

In Kislev schlugen sie die Belagerung Praags durch die vereinten Chaoshorden des Feldherren Arek Dämonenklaue zurück. In dieser Schlacht ließen die Gefährten Björni und Ulli ihr Leben. Später jagten sie den Vampir Adolphus Krieger durch das Imperium, welcher von Snorri schließlich vernichtet wurde. Im winterlichen Sylvania werden Gotrek und Felix dann von Snorri Nasenbeißer und Max Schreiber getrennt, und gerieten in ein Wegenetz der Alten, durch das sie nach Albion gelangten, wobei sie auf den hochelfischen Erzmagier Teclis stießen. Mit diesem Verbündeten und der Unterstützung der barbarischen Einheimischen konnte sie eine gigantische Chaosverschwörung stoppen und das Wegenetz dauerhaft schließen.

Wie durch ein Wunder überlebt Gotrek alle Abenteuer, und auch Felix kommt immer mit dem Leben davon. Teclis jedoch sah das Wirken der Götter hinter den Taten der beiden, wie noch einige andere hohe Persönlichkeiten aller Rassen. Über 20 Jahre später, nach ihrer Rückkehr über Arabia, Tilea und andere Länder in die Alte Welt, erlebten Gotrek und Felix die magische Wiedergeburt des Vampirfürsten Manfred von Carstein in Schloss Drakenhof in Sylvania mit und nahmen an der Schlacht um Talabheim gegen eine gewaltige Horde von Orks und Goblins teil, in deren Verlauf Snorri Nasenbeißer den Tod fand.

Gotrek und Felix gehören wohl zu den berühmt-berüchtigsten Helden der Alten Welt, wobei ihr Ruhm größtenteils bei den Zwergen bekannt ist, innerhalb der Menschheit sind sie meist bloß Weitgereisten und Händlern ein Begriff. Unter den Zwergen stellen beide eine Legende dar. Gotrek selber wird als „glücklosester Slayer aller Zeiten“ eher mit gemischten Gefühlen betrachtet, auch wenn man ihm aufgrund seiner Taten stets mit Ehrfurcht begegnet. Felix wird beinahe als Heiliger angesehen und von vielen Zwergen als einer der größten Menschenhelden seit Sigmar Heldenhammer bezeichnet. Er trägt den Ehrentitel „Träger des Hammers von Feuerbart“ (was einen beträchtlichen Teil seines Ruhmes ausmacht) sowie Drachenslayer, obwohl er weder Zwerg noch Slayer ist, jedoch von Zwergen aufgrund seiner Reisen mit Gotrek als solcher angesehen wird.

Felix Jaegar ist an seinem wilden Blondhaar und seinem abgetragenen, leuchtend roten Umhang leicht zu erkennen, und natürlich an seinem ständigen Begleiter Gotrek. Seine veröffentlichten abenteuerlichen Reiseerzählungen unter dem Titel „Meine Reisen mit Gotrek“ ließ er in Altdorf drucken, wo sie aber größtenteils als Phantastereien und Prahlerei abgetan wurden.

 

Hauptmann: Gotrek Gurnisson
Motto: Auf das mein ehrenvoller Tod niemals vergessen werde!
Schlachtruf: „Oh nein, nicht schon wieder so ein Monster!“ ist zwar kein Schlachtruf im eigentlichen Sinne, aber oft der letzte Ausspruch von Felix Jaegar, bevor beide ins Kampfgetümmel verstrickt werden.

 

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