Legendäre Söldner

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Pirazzos Verlorene Legion

 

„Als die Skinks ein weiteres Mal zurückwichen, befahl Lord Xtloli seiner Tempelwache, ein weiteres Mal anzugreifen. Diesmal stach eine Wolke aus Stacheln aus den Maschinen der Plünderer unsere Krieger wie ein Schwarm erzürnter Hornissen, und auch sie wurden zum Rückzug gezwungen.“
Shinkschreiber Manquixipolata über die Schlacht gegen Pirazzos Verlorene Legion.

 

Das Regiment entstand an den Küsten Lustrias aus den Überresten dreier Regimenter, die von Händlern aus Tobaro nach Lustria gesandt worden waren. Diese Regimenter waren aus den armen jungen Männern Tobaros gebildet, die den Versprechen gewaltiger Reichtümern in Lustria nicht widerstehen konnten. Fernando Pirazzo war der Kommandeur einer dieser drei Truppen. Obwohl noch jung, war er schon ein erfahrener Söldnerhauptmann, der sich auf das Kriegshandwerk verstand. Vor dem Aufbruch der Expedition unterwies er seine Einheit gründlich um Umgang mit Armbrust und Pike, den klassischen Waffen Tileas, da er die Bedingungen, denen die Söldner in Lustria ausgesetzt werden würden, bereits vorhersah.

Gerade in Lustria angekommen, gab es schon die ersten Schwierigkeiten. Kaum waren die Söldner an Land gegangen, stachen die Söldnerseeleute und ihre verräterischen Kapitäne wieder in See, mit den Schatztruhen aller drei Regimenter! Fernando Pirazzo, der von Anfang an dagegen gewesen war, den Schiffsmannschaften zu vertrauen, die ihre Expedition von Tobaro an die Küste der Neuen Welt gebracht hatten, wurde von den Söldnern zum Anführer gemacht, da sie nun ihm am ehesten zutrauten, sie zu retten.

Niemand widersprach, als Fernando darauf bestand, seine Männer gründlich mit Armbrust und Pike an der Küste auszubilden, bis sie seinen Standards entsprachen, ehe das Regiment, das sich jetzt Verlorene Legion nannte, in den Dschungel aufbrach. Nach mehreren Wochen waren alle faulen Söldner exekutiert oder hatten sich in kleinen Gruppen in den Dschungel aufgemacht, aus dem sie nie mehr zurückkamen. Die verbliebenen Mitglieder der Legion waren nun bereit, Reichtum oder den Tod zu finden!

Nach einem kräftezehrenden Marsch erreichte das Regiment die Ruinen einer Tempelstadt, in der sie viele mit Gold gefüllte Kammern vorfanden. Als die Söldner schwer beladen mit Schätzen den Rückweg in Richtung Küste antreten wollten, wurden sie auf dem Dammweg von Echsenmenschen attackiert. Nun zeigt sich, wie wohlüberlegt die gute Ausbildung des Regimentes durch Pirazzo gewesen war. Keiner der feindlichen Angriffe konnte das Regiment wirklich hart treffen. Die ersten Wellen von Skinks wurden mit Armbrustbolzen gestoppt, die Sauruskrieger scheiterten an guten tileanischen Piken. Erst nach dem Durst und Hitze unerträglich geworden waren, lief der befehlende Magiepriester der Echsenmenschen die Angriffe auf den Gegner stoppen, der für jede Art des Angriffs eine Antwort zu haben schien.

In der Kampfpause kam Pirazzo die Idee, dem Magiepriester seine Dienste anzubieten, um wieder heil und in Reichtum nach Hause kommen zu können. Es war seltsam, aber irgendwie schien es, als ob ihm diese Idee von andere Stelle eingegeben worden sei. Er befahl seinen Leuten, die Schätze auf dem Dammweg niederzulegen und sich in die Ruinenstadt zurückzuziehen. Seine Leute gehorchten ihm, auch es Ihnen das Herz brach, die Schütze zurückzulassen. Man schlug das Lager auf und wartete.

Am nächsten Morgen sahen sie mit Erstaunen, daß ihnen die Schätze zurückgegeben worden waren, abgesehen von einigen größeren Goldtafeln. Zudem warteten Berge von Nahrung und Karaffen voll frischen Wassers auf sie! Der Platz wurde von Sauruskriegern flankiert, die nur einen Weg freiließen – nach Süden. Die Verlorene Legion nahm die Schätze, die Nahrung und den Weg nach Süden. Viele Wochen marschierten sie so durch den Dschungel, immer in regelmäßigen Abständen Verpflegung vorfindend. Der Weg, den die Ureinwohner den Legionären wiesen, führte sie in eine Sumpflandschaft gegen die Zombies der Vampirküste. Pirazzo wurde klar, daß er und seine Männer vom Magierpriester gegen seine gefürchtesten Feinde ausgesandt worden waren. Die verlorene Legion schlug sich tapfer und besiegte die Zombies überall, wo sie diese antrafen.

Als sie die Küste erreichten, konnte sie viele weitere Schätze aus Schiffswracks an sich nehmen. Mit einem wieder flott gemachten Wrack überquerten sie den Großen Ozean und erreichten schließlich Arabia, wo sie von einem Emir der Korsaren angeheuert wurden. Die verlorene Legion erkämpfte sich quer durch Sartosa ihren Weg letztendlich zurück nach Tilea.

Seit dem haben die Männer mit den dunkelgrünen Uniformen, schimmernden Kürassen und Morionhelmen, starken Piken und treffsicheren Armbrüsten an allen Fronten gekämpft. Sie greifen nun für jeden, der sich ihren sehr hohen Preis leisten kann, zu den Waffen greifen - mit Ausnahme von Vampiren und deren Zombiehorden, die sie zu hassen gelernt haben. Ihre gemischte Formation mit Armbrustschützen in der ersten Reihe und Pikenieren in den Gliedern dahinter ist ihr Markenzeichen. Mit dem Lockruf "Wir wissen, wo das Gold ist!" fällt es ihnen nicht schwer, neue Rekruten zu finden, die dann allerdings auch beweisen müssen, daß sie den stahlharten Anforderungen von Hauptmann Fernando Pirazzo genügen. Das Regiment zählt zu den besten, die man für Geld in seine Dienste nehmen kann.

 

Hauptmann: Fernando Pirazzo
Motto: Ausgebildet in Lustria!
Schlachtruf: Reichtum oder Tod!

 

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