Legendäre Söldner

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Vesperos Vendetta

 

„Eine vergiftete Klinge zwischen die Rippen ist die Art von Geschenk, die sich die meisten Söldnergeneräle für ihre Feinde wünschen, und nicht wenige lassen diesem Wunsch auch Taten folgen. Dadurch bleiben Assaninen wie Vespero ständig im Geschäft, und sei es nur, um sicherzustellen, daß sie nicht für die Gegenseite arbeiten!“

 

Die Rivalität von Händlern in Tilea ist so sehr von Gewalttätigkeiten geprägt, daß jeder von Ihnen über eine Leibgarde verfügt, der ihn vor Verschwörern, Meuchelmördern, Rebellen und dergleichen beschützt. Unweigerlich führte dies immer wieder zu Straßenschlachten zwischen rivalisierenden Leibwächtern. Zu solchen Straßenkämpfen kommt es in den engen Gassen tileanischer Städte in Zeiten des Krieges, der Unruhen und Revolten, also beinahe täglich.

Man erzählt sich, daß Stechzio der Schlechte, im Exil lebender Fürst von Luccini, als Erster seiner Leibwächter zu Duellisten ausbildete und auf eine Weise bewaffnete, die seither zum traditionellen Duellstil avancierte. Andere begannen schnell, diesen Stil zu kopieren, nachdem ihnen durch Stechzios Leuten Übles widerfahren war.

Ein im Exil lebender oder aus seiner Stadt geflohener Fürst tut gut daran, sich mit einer Gruppe von Söldnerduellisten zu umgeben, um mit ihrer Hilfe wider an die Macht zu kommen. Aber nicht nur Fürsten, sondern auch Abenteurer, Botschafter und Forscher umgeben sich mit einer Eskorte aus Duellisten, die sich solange als normale Reisebegleiter ausgeben können, bis sie dazu gezwungen sind, ihre Mäntel zu öffnen, und ihren Herrn zu schützen. Verschiedene Söldnergeneräle haben sogar schon Duellisten in Schlachten eingesetzt, um die verwundbaren Flanken und Rückseiten ihrer Pikenträgerregimenter zu schützen.

Den gefürchtesten Trupp Duellisten, den man in Tilea anwerben kann, ist Vesperos Vendetta. Vespero ist ein junger und furchtloser Adliger aus Luccini, der für seine Liebesaffären und seine Eskapaden ebenso wie für seine Fechtkunst berüchtigt ist.

Nachdem er so für den Tod vieler junger Adliger verantwortlich war, deren Familien blutige Rache schworen und Kopfgelder auf ihn aussetzten, mußte sich Vespero mehrfach aus verschiedenen Stadtstaaten Tileas zurückziehen. Danach sammelte er eine Gruppe aus Duellisten um sich, die er aus den Besten seiner Zunft auswählte.

Mit diesem Trupp bewährte er sich in zahllosen Schlachten ebenso wie in Scharmützeln, Straßenkämpfen, Revolten und Aufständen. Der persönliche Fechtstil Vespero, der ihm den Beinamen „die Wespe“ einbrachte, läßt sich am besten mit den Worten „unabschüttelbare Belästigung gefolgt von einem bösartigen Stich“ umschreiben.

Schließlich tauchte er in Miragliano auf, wo er von Borgio dem Belagerer nur zu gerne in dessen Dienste genommen wurde. Der Fürst hatte immer Verwendung für begabte Leibwächter wie auch für und Meuchelmörder, und Vespero und dessen Männer vermochten beide Rollen auszufüllen! Da er Borgio außerordentlich loyal war, hat er geschworen, Rache an dessen Mördern zu nehmen und seither ruht er nicht, die Mörder von Borgio zu finden. Zwischenzeitlich arbeitet er verständlicherweise auch in anderen Söldnerarmeen. Er und seine Männer führen mit Schwert und Dolch zwei Handwaffen, und verwenden ihre Umhänge, um im Nahkampf gegnerische Attacken zu parieren, was beinahe so wirksam wie ein Schild zu sein scheint. Außerdem verbirgt Vespero seine Züge hinter der erschreckenden Maske des Todes, welche seine Gegner erschaudern läßt und sie zwingt, dem Tod selbst ins Antlitz zu schauen!


Hauptmann: Vespero, die „Wespe“
Motto: Rache mit einem Lächeln!
Schlachtruf: Ihr seid des Todes!

 

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