Legendäre Söldner

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Volands Venatoren

 

„Es ist nicht das Verlieren an sich, es ist das Verlieren gegen sie! Das sind doch überhaupt keine ordentlichen Soldaten. Keine Disziplin, keine Uniformen, und der schlechteste Atem, den man je bei einem Wasen gerochen hat, das kein Oger ist. Aber warum kämpfen sie wie die Leibgarde des Imperators?“
Fürst Emmerschein von Mirrenburg.

 

Voland kam von irgendwo her aus dem Imperium nach Tilea. Zu diesem Zeitpunkt war er nur ein weiterer unter vielen Söldnerhelden, die von Tileanern in ihren nie endenden Kämpfen eingesetzt wurden. Schließlich erlangt er großen Ruhm als Hauptmann einer Horde von Söldnerrittern, die von den Tileanern Venatoren genannt werden, was soviel wie Jäger bedeutet. Die Motive von Voland und seinen Rittern hätten nicht stärker von denen bretonischer oder imperialer Ritter abweichen können! Sie waren nur an zwei Dingen interessiert: Geld und Geldausgeben! Sie waren außerdem erfahrene Kavalleriekämpfer, deren donnernder Angriff sie tief in die gegnerische Formation brachte - dessen die Tileaner dringend bedürfen, sie aber nur in geringer Anzahl zur Verfügung hatten.

Diese Glücksritter waren zumeist entehrte oder enterbte Söhne der Berühmten und Reichen, die nichts besaßen außer ihren prächtigen Rüstungen und gut ausgebildeten Streitrössern. Ihre stärkste Ambition lag im Kämpfen, gefolgt von der Notwendigkeit des Verdienens von viel Geld, um den zuvor gepflegten Lebensstil aufrecht erhalten zu können.

Nicht nur waren sie bereits geübte Kämpfer, sie brannten auch darauf, ihre Fertigkeiten zu verbessern und anzuwenden. Zu diesen jungen Draufgängern kamen noch einige abtrünnige imperiale Ritter sowie bretonischen Recken hinzu, die irgendwie ihre edlen Questen aufgegeben hatten.

Voland entschied, daß alle seine Männer ihre Familienwappen ab- und sich neue Namen zulegen sollten, um ihre wahre Herkunft zu verschleiern. Mit Schilden ohne Wappen, die lediglich das „V“ der Venatoren ziert, Lanzen, schweren Rüstungen und ihren wertvollen Schlachtrössern ist dieses Regiment eine ebenso berühmte wie berüchtigte Truppe von Söldnerrittern, dies sich darüber hinaus auch einen Namen als „betrunkene“ Kavallerie gemacht hat. Über die Verachtung, mit der imperiale Ritter oder jene Bretonias sie betrachten, lachen sie nur. „Ehrenhaftigkeit“ ist relativ, und der Vergangenheit waren sich Voland und seine Männer nicht zu schade, auch für Orks und Goblins zu kämpfen.

Volands eigene Herkunft ist ungewiß. So geht das Gerücht um, daß er der verstoßene Sohne eines imperialen Kurfürsten oder gar ein unehelicher Sohn des Imperators selber sei. Oder weniger schmeichelhafte Geschichten sind im Umlauf, die von Voland selber noch nie einer Bemerkung gewürdigt wurden.
Wenn die Venatoren gerade keinen Auftraggeber haben, halten sie in ihren Feldlagern wüste Gelage ab, bei denen der Wein fässerweise fließt. Außerdem veranstalten sie zum Zeitvertreib Tjosten mit scharfen Lanzen, die auch schon mal tödlich enden und auf deren Ausgang gewettet wird, oft von Prügeleien begleitet. So wird ihr Zug immer von einem großen Troß begleitet.

Beim berühmten Turnier von Couronne in Bretonia hoben sie in blutbesudelten Rüstungen die Blüte der bretonischen Ritterschaft aus dem Sattel, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt noch von den Strapazen kislevitischer Schlachtfelder erschöpft waren und unter einem gewaltigen Kater litten. So wurden sie vom erzürnten König Louen von Bretonia aus dem Reich verwiesen, welches sie nur in Ketten wieder betreten dürfen.

Daß die Venatoren von bretonischen Rittern verabscheut und von den Rittern des Imperiums gemieden werden, kümmert sie einen feuchten Dreck. Haben sie doch in unzähligen Schlachten schon siegreich gekämpft, gegen die schlimmsten Feinde und an Orten, die edlere und sauberere Ritter noch nie zuvor erblickt haben!

Das Lied von Voland

Wir sind Volands Venatoren
Die betrunkene Kavallerie!
Marschieren nicht und kämpfen nicht
Miesere Ritter saht ihr noch nie!

Doch wenn sie kommen die feindlichen Reihen
Dann werden uns´re Köpfe klar
wir stürmen in ihr Lager hinein
und rauben uns was ihrer war!

Eines der Lieblingslieder von Volands Venatoren
(die anderen sind zu verwegen)

 

Hauptmann: Voland
Motto: Volands Venatoren! Schnelle Antworten– Keine Fragen!
Schlachtruf: Wer als letzter stirbt, ist ein Feigling!

 

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